Asbest im Ruffinihaus. Die Sanierung dauert länger als geplant und wird teurer.
München: Diese Situation kommt immer wieder vor: Wenn man bei alten, sanierungsbedürftigen Häusern die Bausubstanz genauer untersucht, erlebt man nicht selten unliebsame Überraschungen. Nun trifft es auch das historische Ruffinihaus am Rindermarkt, für das eine umfangreiche Renovierung ansteht. Nach Auskunft des Baureferats ist in den Wänden der oberen Etagen asbesthaltiges Material gefunden worden. Die Kosten für die Bauarbeiten erhöhen sich um 1,2 Millionen Euro auf rund 35 Millionen Euro. Die Kostenobergrenze wird damit nach Auskunft des für städtische Immobilien zuständigen Kommunalreferats nicht überschritten. Allerdings dauert die Sanierung länger als ursprünglich geplant.
Der bislang vorgesehene Ablauf muss demnach den “aktuellen Erkenntnissen” angepasst werden. Planmäßig startet der Baubeginn für den Ruffiniblock im Februar 2018…..
Quelle und Volltext: Sueddeutsche.de



einnahm. Heute jedoch weiß man sehr genau um die Gefährlichkeit von Asbest und das ist nun auch ein großes Problem. In den 60er-, 70er- und 80er Jahren wurden tausende von Dächern mit asbesthaltigen Faserzementplatten gedeckt und ebenso viele Fassaden damit verkleidet. Der Asbestabbau erlebte zu jener Zeit eine Art Boom und das nicht nur in Deutschland, sondern auf der gesamten Welt – zumindest überall dort, wo es auch Asbest gab. Die damals jungen Bauherren stehen in der Gegenwart, nun als Rentner, vor einem teuren Problem, denn eben genau diese asbesthaltigen Faserzement-Platten sind heute meist nicht nur unansehnlich, sondern auch undicht und spröde und genau dieses Sprödesein ist äußerst gefährlich für die Gesundheit der Bewohner, aber auch der Nachbarn. Allgemein geht man davon aus, dass mehr als 100.000 „Asbest-Dächer“ auf Privathäusern in den kommenden Jahren erneuert werden müssen. Im Bundesamt für Bauwesen geht man gar davon aus, dass in Deutschland insgesamt 1,4 Mrd. m² abesthaltiger Dachflächen in einem sanierbedürftigem Zustand sind. Ein gewaltiger Sanierstau, der, wie Sie gleich sehen werden, so ganz und gar nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.




